Neurologisches Zentrum Bad Zwesten
Informationen zu Krankheiten Rehabilitation bei Multipler Sklerose
Ziel der Rehabilitation von PatientInnen mit Multipler Sklerose in der Hardtwaldklinik I in Bad Zwesten ist eine umfassende Besserung oder Stabilisierung der körperlichen Einschränkungen; Förderung von Kompensationen, ausführliche Krankheitsinformation und Hilfe zur Krankheitsbewältigung. Wir wollen Hilfe geben im Umgang mit der Multiplen Sklerose, um den weiteren Lebensweg mit Multipler Sklerose zu erleichtern. Therapieangebote in der Rehabilitation: Im Rahmen der Krankengymnastik erfolgt Einzel- oder Gruppenbehandlung (je nach Einschränkung und Behandlungsziel, z. B. Bewegungsbad, funktionelle Trainingstherapie, Laufbandtherapie, evtl. Hippotherapie) auch mit Anleitung zu Eigenübungen. Falls Hilfsmittel z. B. spezielle Einlagen oder Hilfsmittel beim Gehen bzw. Fortbewegen erforderlich sind, werden diese sachgerecht angepasst, ggf. erfolgt die Vorstellung bei unserer Orthopädin. Im Rahmen der Ergotherapie steht die Behandlung von Gefühlsstörungen und feinen Bewegungen (Feinmotorik) z. B. der Hände im Vordergrund, es wird jedoch auch Ausdauerarbeiten trainiert und Hilfsmittel für den Alltag besprochen und verordnet. Mit Sporttherapie werden Beweglichkeit und Körpervertrauen gefördert. Falls erforderlich, werden in der neuropsychologischen Therapie (falls Konzentrationsstörungen oder Aufmerksamkeitsstörungen vorliegen) oder in der Sprachtherapie die entsprechenden Symptome behandelt. Weitere Angebote in der Rehabilitation in der Hardtwaldklinik I für PatientInnen mit Multipler Sklerose zur Hilfestellung bei der Krankheitsverarbeitung und dem Umgang mit der Erkrankung sind: In der ärztlich geleiteten Informationsgruppe für an Multiple Sklerose Erkrankte werden Informationen zum medizinischen Wissen über die Erkrankung (z. B. Diagnosestellung) inkl. Behandlungsansätze (Behandlung eines Schubes, Medikamente zur Beeinflussung des Verlaufes, Medikamente zur Behandlung von Symptomen) gegeben. Auch Fragen zur Lebensführung (z. B. Selbsthilfegruppen, Ernährung, Reisen, Impfungen, Schwangerschaft, Sexualität, Berufstätigkeit u. a.) werden erörtert. Es findet hier oft für manche an Multipler Sklerose Erkrankte ein hilfreicher Austausch statt. Für manche PatientInnen mit Multipler Sklerose ist es hilfreich, andere Betroffene kennen zu lernen, auch Betroffene zu erleben, die in der Krankheitsbewältigung für sich schon manches geklärt haben. Bei Bedarf besteht das Angebot von psychologischer Behandlung in Einzelgesprächen oder in Gruppentherapie. Es kann eine Entspannungstherapie erlernt werden. Angebote und Hilfen in der Rehabilitation für die Zeit nach der Entlassung: Von Seiten der Ärzte wird über Selbsthilfegruppen informiert sowie in Zusammenarbeit mit den anderen Therapeuten und Therapeutinnen ambulante Therapien empfohlen. Dies vor allem, wenn sich z. B. im Rahmen von evtl. durchgeführten psychologischen Gesprächen, Ansatzpunkte für die Empfehlung einer weiterführenden ambulanten Psychotherapie finden. Es erfolgt, falls nötig, eine Beratung benötigter Hilfsmittel in der häuslichen Umgebung. Des weiteren ermöglichen wir, eventuell auch unter Einbeziehung der Sozialarbeiterin, eine Klärung der Arbeitsplatzsituation, mit Beratung über eventuelle Hilfen.
Ihr
Prof. Dr. F. L. Welter
Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unser Chefarzt im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.
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